Wachstum

Der Echte Hausschwamm ist von vielen verschiedenen Wachstumsfaktoren abhängig. Zwischen ca. 35 bis 60 % Holzfeuchtigkeit und sonst weiteren passenden Bedingungen kann er aus Sporen aufkeimen. Aufkeimen auf Substraten (Nahrung) ist z.B. möglich bei:

  • Kondensation an Holzbalkenköpfen und Treppenwangen

  • Durchfeuchtung von Hölzern nach Wasser-Leckagen (Deckenbalken unter Geschoßfußböden)

  • Erdberührte Hölzer (Lagerhölzer unter Kirchengestühle)

  • Durchfeuchtung von Dachfußhölzern nach Wassereintritt

Hausschwamm unter Komode

Hausschwamm im Zwischenboden

Eichenholz ist ein schwer verwertbares Substrat für den Hausschwamm; meist wird es eher überwachsen. Ist kein anderes Holz in der Nähe, wird aber auch Eichenholz zersetzt. Die Gerbsäuren und andere Inhaltsstoffe im Eichenholz wirken eher wachstumshemmend. Neben der Substratfeuchtigkeit spielt auch die Raum- und Materialtemperatur eine bedeutende Rolle für das Pilzwachstum. Das Temperaturoptimum des Pilzes liegt bei ca. 18 bis 22 °C. Ab einer Temperatur von ca. 26 °C aufwärts stellt der Echter Hausschwamm seine physiologische Aktivität meist schnell ein.

Hausschwamm in Nahaufnahme

Hausschwammverbreitung über Mauerwerk

Das hohe Gefahrenpotenzial des Hausschwamms resultiert auch aus seiner Fähigkeit, anorganisches Material (Mauerwerk) zu über- und durchwachsen. Das Dickenwachstum der Myzelien sprengt dann das Mauerwerksgefüge. Seine Myzelien (Mycelien) durchsetzen das Mauerwerk, Putz, Schüttungen und Hohlräume.